29.11.09 / Verfasser: Dr. Karlheinz Wunner

Alle Jahre wieder - Das Bankengespräch (Kopie 1)

So sicher wie Weihnachten gibt es auch für alle Unternehmen zum Jahresende wieder Bankgespräche, auf deren Basis die Kreditentscheidungen für das nächste Jahr getroffen werden.

Die Spielregelen dafür haben sich in den letzten Jahren entscheidend geändert. Längst ist es nicht mehr ausreichend nur eine aktuelle BWA abzugeben, ein paar Anmerkungen zum Geschäft zu machen und der bestehende Kontokorrentkredit wird wiederum um ein Jahr verlängert.

Um beim anstehenden Bankgespräch nicht eine unliebsame Überraschung zu erleben dazu ein paar Hinweise:

-           Überlegen Sie vorab, was Sie im Bankgespräch erreichen wollen.

Ist die Aufrechterhaltung der Kontokorrentlinie ausreichend oder benötigen Sie eine Kreditausweitung? Was sind die Gründe für eine Kreditausweitung und auf welchen Zeitraum ist diese angelegt.

-           Überlegen Sie vorab, welche Gründe es für die aktuelle Entwicklung Ihres Unternehmens ist

Allgemeine Kreditkrise und konjunkturelle Entwicklung sind schöne Begriffe. Die Erfahrung zeigt aber, dass es darüber hinaus für jedes Unternehmen noch (branchen- und unternehmens) spezifische Entwicklungen gibt, über die eine Bank naturgemäß nicht so gut informiert ist. Die Aufklärung über diese Entwicklungen hilft, Ihre Unternehmensentwicklung entsprechend zu bewerten.

-           Bereinigen Sie die BWA

Achten Sie darauf, dass Abschreibungen anteilig gebucht sind und Forderungen, deren Werthaltigkeit nicht mehr gegeben ist, vorab wertberichtigt sind.

-           Stellen Sie aussagefähige Planungsunterlagen zusammen

Die Planung der GuV sollte dabei idealerweise um eine Bilanzplanung und eine Kapitalflussrechnung ergänzt werden.

-           Unterlegen Sie alle Unterlagen mit aussagefähigen Auswertungen

Dies ist natürlich abhängig vom Geschäftsmodell Ihres Unternehmens. Auswertungen wie Auftragsbestand, Kundenumsätze, Herausgelegte Angebote, Personalmaßnahmen etc. vereinfachen es der Bank deutlich, Ihre Planungen zu verifizieren.

-           Negative Nachrichten sind kein Beinbruch

Etwaige negative Entwicklungen sind in einem Unternehmen sind genau so natürlich wie positive Tendenzen. Es nützt wenig zu versuchen, negative Einflussfaktoren zu verbergen. Im Gegenteil: Werden diese aufgedeckt, riskieren Sie einen dauerhaften Vertrauensverlust in der Beziehung zu Ihrer Bank, die sie mit dem derzeit wichtigsten Rohstoff versorgt: Kapital.

Wir wissen um die Problematik eines Bankgespräches und unterstützen Sie gerne bei der Vorbereitung des Gespräches und der Aufbereitung und Zusammenstellung Ihrer Unterlagen.

Für Fragen zu diesem Thema steht Ihnen Ihr Ansprechpartner gerne zur Verfügung:

Herr Dr. Karlheinz Wunner
Telefon: 0911/8609-03  
Email:    wunner@ub.fuerst-beratung.de

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