07.09.09 / Verfasser: Daniel Fürst
Das Institut für Mittelstandsforschung (IfM) schätzt, dass jährlich bei ca. 70.000 deutschen Unternehmen die Unternehmensnachfolge zu regeln ist. Vielen Unternehmern ist die Problematik, einen geeigneten Nachfolger zu finden, zwar bewusst, dennoch scheuen sich rund die Hälfte der Unternehmer, sich aktiv mit dem Zeitpunkt und den Vorbereitungen ihrer Nachfolge auseinander zu setzen.
Steuern die Unternehmer dann tatsächlich ein Nachfolgeprojekt ein, scheitern erfolgsversprechende Nachfolgen oft an den überzogenen Wertvorstellungen der Firmeninhaber. Das Lebenswerk müsse doch mehr wert sein, als potenzielle Nachfolger bereit wären zu bezahlen, ist das verbreiteteste Argument der Verkäufer. Der Wert bemisst sich allerdings immer an der Summe, die ein Erwerber bereit ist, zu bezahlen. Die Bewertungserwartungen werden von der Realität oft bitter enttäuscht.
Ein weiterer wesentlicher Grund für hinter den Erwartungen liegenden, realisierbaren Verkaufserlösen, sind die Probleme der Erwerber bei der Finanzierung der Transaktion. Insbesondere Nachfolger außerhalb der Familie haben mit schlechten Kreditkonditionen zu kämpfen. Die Turbulenzen an den Finanzmärkten verstärken diesen Effekt.
Der ganz zentrale Grund für enttäuschende Ergebnisse bei der Unternehmensnachfolge und nicht selten der Grund für das Scheitern einer Nachfolge, ist allerdings die zu wenig zur Verfügung stehende Zeit. Unternehmen setzen sich in der Regel viel zu spät mit der Problematik auseinander. Wertsteigernde Vorbereitungsmaßnahmen kommen zu kurz und die Wahrscheinlichkeit, dass der Unternehmer überraschend seine volle Einsatzfähigkeit verliert, steigt.
Es ist also ratsam, sich frühzeitig mit dem Thema zu beschäftigen. Auch wenn der Zeitpunkt der Übergabe noch ein paar Jahre in der Zukunft liegt, kann es sinnvoll sein, erste vorbereitende Maßnahmen anzustoßen, um am Ende die wohlverdienten Früchte eines Unternehmerlebens zu ernten.
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Herr Daniel Fürst
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